Wie viel ist ein Menschenleben wert? Wie wird unsere Gesellschaft im Jahr 2084 funktionieren?
Diesen Fragen gehen die Schüler:innen der Spanisch-Oberstufenkurse (eA- Kurs JAC und der gA-Kurs WUE) in diesem Semester mit der Lektüre der dystopischen Werke „Mil euros por tu vida“ und „2084 – Después de la revolución“ von der spanischen Sciences-Fiction- Autorin Elia Barceló nach.
Am Donnerstag, dem 12. März, las die Autorin in der Leibniz-Universität Hannover aus beiden Werken vor. An dieser Lesung nahmen zehn Schülerinnen der beiden Kurse teil und hörten aufmerksam Frau Barcelós Begründung zu, weshalb sie über dieses Thema schreibt und welches gesellschaftliche Verständnis den Werken zugrunde liegt.
Sie kritisiert die Schattenseiten des Kapitalismus, der ihrer Ansicht nach „lo mal“, das Schlechte, in den Menschen hervorrufe. Obwohl wir wüssten, dass wir in manchen Situationen nicht richtig, gar unfair handelten, seien die Menschen in der Lage, alles zu rechtfertigen, wenn es nur in unserem Interesse läge. Mit ihren Kurzgeschichten möchte sie zum Nachdenken und zur Selbstreflexion anregen.
2084 ist eine Hommage an George Orwells „1984“. Das Werk „Mil euros por tu vida“ wurde sogar bereits verfilmt.
Die Schüler:innen haben die Lesung mit interessierten Fragen und Impulsen aktiv vorangebracht. Es hat sie fasziniert, „wie Frau Barceló ihren eigenen Text gelesen hat“ und dass sie „mal hinter die Kulissen schauen“ und erfahren konnten, wie eine sich so „klar positionierende“ Autorin auf die Zukunft schaut.
Ein großer Dank an den Deutschen Spanischlehrkräfteverband, der die Lesung organisiert hat.
Text und Fotos: WUE










