Am 29.10. besuchte uns Herr Begemann vom Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften. Im Rahmen eines Angebots verschiedener Vorträge des Instituts hatte sich die Klasse 10D für das Thema Psychische Erkrankungen und Psychosen entschieden.
Zu Beginn gab Herr Begemann uns eine kurze Einführung in das Max-Planck-Institut und erklärte, wer Max Planck war und womit sich das Institut beschäftigt. Anschließend erklärte er uns, wie das Gehirn funktioniert und aus welchen Bestandteilen es besteht.
Außerdem beschäftigten wir uns mit der Frage, wie psychische Erkrankungen und insbesondere Psychosen entstehen können. Dabei ging er auch näher auf Schizophrenie und mögliche Risikofaktoren ein. Besonders interessant waren die vorgestellten Experimente und Studien, unter anderem Zwillingsstudien zur Schizophrenie.
Um die Inhalte anschaulicher zu machen, nutzte Herr Begemann verschiedene Abbildungen und Videos. Besonders interessant waren die Videos von Menschen, die selbst von ihren Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen berichteten. Sie erzählten von ihren Beschwerden und davon, wie sie ihren Alltag erleben. Ein Bericht ist uns dabei besonders in Erinnerung geblieben: Eine Person erzählte, dass sie Stimmen hörte, die ihr sagten, sie solle den Interviewer verletzen. Außerdem wurde deutlich, wie anstrengend diese Erfahrung für sie war. Bereits nach einem etwa zweiminütigen Interview war die Person so erschöpft, dass sie nicht mehr weiterreden konnte. Durch diesen Bericht konnten wir besser nachvollziehen, wie belastend solche Erfahrungen für Betroffene sein können und wie stark sie den Alltag beeinflussen.
Zusätzlich zeigte Herr Begemann uns Abbildungen, die darstellten, wie Menschen mit psychischen Erkrankungen ihre Umwelt wahrnehmen. Auch Statistiken wurden vorgestellt. Eine davon zeigte, dass Vererbung bei der Entstehung von Psychosen eine besonders große Rolle spielt.
Auch unsere Fragen beantwortete Herr Begemann äußerst genau. Insgesamt war der Vortrag für uns eine gute Möglichkeit, mehr über psychische Erkrankungen zu erfahren. Besonders interessant war dabei nicht nur das theoretisches Wissen, sondern durch die persönlichen Erfahrungsberichte auch einen Einblick in das Leben der Betroffenen zu bekommen.
Text: Jannis, Deniz und Jarne
Fotos: Tanja Meyfarth












