Acht Tage voller Bewegung, neuer Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse: Im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts „Sport verbindet, wo Worte fehlen“ reisten Schüler:innen des THG nach Vila-real in Spanien. Ziel des Projekts war es, Menschen unterschiedlicher Herkunft durch Sport zusammenzubringen und dabei europäische Werte nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben.
Gerade an unserer Schule, an der Schülerinnen und Schüler aus 41 Nationen gemeinsam lernen, spielt das Thema Zusammenhalt eine besonders wichtige Rolle. Unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Erfahrungen prägen unseren Schulalltag. Das Erasmus+-Projekt zeigte eindrucksvoll, dass Sport eine Sprache spricht, die alle verstehen, unabhängig davon, woher man kommt oder welche Sprache man spricht.
Schon am ersten Tag wurde deutlich, worum es bei dem Austausch ging: Nach einer gemeinsamen Erkundung der Schule und der Stadt trafen sich deutsche und spanische Jugendliche am Abend auf einem großen Sportplatz. Dort wurde zusammen Fußball und Basketball gespielt, und schnell merkte man, dass Worte oft gar nicht notwendig waren. Handzeichen, Gestik, Mimik und gemeinsames Handeln reichten aus, um miteinander zu kommunizieren, sich zu verstehen und gemeinsam Spaß zu haben.
Auch in den folgenden Tagen standen zahlreiche sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Die Gruppe machte eine Fahrradtour zum Strand, spielte dort Volleyball, organisierte gemeinsame Fußballspiele und besuchte ein Basketballspiel. Besonders bei den Teamsportarten wurde sichtbar, wie wichtig Fairness, Respekt, Solidarität und Teamgeist sind. Entscheidungen mussten gemeinsam getroffen werden, Regeln wurden akzeptiert und alle trugen Verantwortung für das Team.
Dabei konnten die Teilnehmenden die Werte der Europäischen Union unmittelbar erleben. Werte wie Demokratie, Gleichheit, Freiheit, Toleranz und gegenseitige Unterstützung wurden nicht nur besprochen, sondern im Alltag des Projekts praktisch erfahrbar gemacht. Viele Schüler:innen stellten fest, dass Menschen trotz kultureller Unterschiede oft viel mehr Gemeinsamkeiten haben, als man zunächst denkt.
Ein besonderer Erfolg des Projekts war die Entwicklung der Gruppendynamik. Durch die gemeinsamen Aktivitäten wuchs die Gruppe immer stärker zusammen. Der Sport half dabei, Hemmungen abzubauen, neue Freundschaften zu schließen und offen aufeinander zuzugehen. Schnell entstand ein Gemeinschaftsgefühl, das sprachliche Barrieren in den Hintergrund rückte.
Die Teilnehmenden nahmen aus Spanien nicht nur schöne Erinnerungen mit, sondern auch wichtige Erfahrungen für den Schulalltag am THG. Viele wünschen sich, dass Werte wie Respekt, Toleranz und demokratische Mitbestimmung im Alltag noch stärker sichtbar werden, beispielsweise durch mehr sportliche Angebote, gemeinsame Projekttage oder Aktionen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.
Das Erasmus+-Projekt hat eindrucksvoll gezeigt: Sport ist weit mehr als Bewegung. Sport verbindet Menschen, schafft Gemeinschaft und macht europäische Werte lebendig. Oder, wie der Titel des Projekts treffend beschreibt: „Sport verbindet, wo Worte fehlen.“
Text: SHG Fotos: THG











